Veröffentlicht in Leben, Schreiben

Zwischen Frost und Farbe

Egal, wie viele Bücher man schon geschrieben hat, es kommen immer wieder einmal Zweifel auf. Die Frage: Ist das überhaupt irgendwie nützlich? Bringt das jemandem etwas? Bewegt man womöglich sogar unbeabsichtigt Menschen zu Entscheidungen, die nicht gut für sie sind? Besonders zwischen den Jahren stecken solche Gedanken den Kopf aus der Zeit. In diesen Tagen, da die letzen Farben vom alten Jahr von Eiskristallen bedeckt werden und Schönheit und Vergänglichkeit so besonders deutlich nahe beieinander sind. Und dann landet ein Leserbrief im virtuellen Postkasten …

Da schreibt eine Leserin, dass sie sich nach einer Trennung neu sortiert, dass sie trotz körperlicher Einschränkung begonnen hat, ihren Garten naturnaher anzulegen, dass sie voller Aufbruchsstimmung, Tatendrang und kreativer Impulse ist und dass ihr die Inselgärtenbücher bei alledem geholfen, Freude und Antrieb geschenkt haben und den Winter leichter machen.

Man hört gar nicht oft, wie es den Geschichten ergeht, die man in die Welt schickt, ins Ungewisse, und was sie dort irgendwo, irgendwann bewirken. Oder ob sie immerhin einfach gut unterhalten.

Das ist auch nicht schlimm, denn das große Abenteuer ist das Schreiben. Und dennoch, wenn solche Rückmeldungen unerwartet hereinschneien wie ein letztes Geschenk des Jahres, das für mich ein unglaubliches, wundersames war, dann macht das Mut.

Ich sitze gerade an den Korrekturen der Druckfahnen vom letzten Band der Inselgärtenreihe, und gleichzeitig an den letzten Kapiteln von Band 1 der neuen Reihe. Und es geht mir jetzt ähnlich jener Leserin. Ich kann es kaum erwarten, Neues zu beginnen. Band 2 zum Beispiel. Dann wird schon beinahe Frühling sein, mit Schneeglöckchen, Krokussen, Buschwindröschen und allem, was folgt. Wieder ein Abenteuer!

Ich wünsche allen ein wunderbares neues Jahr, voller Mut, Impulsen und schönen Überraschungen. Oft sind ja die kleinsten davon die Größten, und so bezaubernd wie ein Eiskristall an Rosen.

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Durch Sturm und Text

Als ich vor einem halben Jahrhundert mit dem Schreiben begann, liebte ich Vaters alte Schreibmaschine. Die mit dem abgewetzten o, das Löcher in das Papier stanzte. Damals gab es noch nicht einmal eine Korrekturtaste. Ich mochte ihre klappernden Geräusche, das heisere Klingeln am Ende der Zeile. Aber ich war auch von sämtlichen Fortschritten der Technik begeistert und immer neugierig darauf. Für die Existenz der heutigen Laptops bin ich sehr dankbar. Gleichzeitig sammle ich viel zu viele papierne Notizbücher, die ich nicht benutze – wie sehr viele Autoren.

Die Computermaus ist ein geniales Werkzeug. Doch wenn ich lange Texte überarbeiten oder Druckfahnen korrigieren muss, finde ich ihren Gebrauch oft ermüdend für die rechte Hand. Nun hat mir Weihnachten ein wunderbares neues Spielzeug gebracht, ein kleines Rad, mit dem die linke Hand durch den Text scrollen oder ihn zoomen und auch die Helligkeit und die Lautstärke einstellen kann, je nach Bedarf, weich und stufenlos. Ich bilde mir ein, es ist wie das Steuerrad eines Schiffes, mit dessen Hilfe ich voller Freude durch die 500-Seiten-Texte segeln kann und alles im Griff habe. Bei Sturm, Zweifeln und Ungewißheiten auch rückwärts.

Man braucht es nicht. Aber es macht Freude. Und es fasziniert mich, dass es funktioniert. Bei all meiner Liebe zur Natur, ich mag gute Technik auch. Vielen Dank, Ihr Weihnachtsmänner und Ingenieure und Entwickler oder wie auch immer Ihr heißt. Mein Respekt. Und einen netten Gruß. Macht weiter so, ich bin gespannt.

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Der Engel vom See

Niemand weiß, wie er hierherkam. Allein am Seeufer, zwischen bedecktem Himmel und gefrorener Erde schwebt er und bläst unbeirrt seine Botschaft. Ein etwas schiefes, frohes, lautlos und laut zugleich tönendes Lied von Mut, Hoffnung, Freude, Weihnacht, Licht und Lebensglück. Er ist noch klein und übt noch, aber er gibt nicht auf, egal ob ihm einer zuhört, egal ob die Sonne heute noch scheint. Und man lässt ihn in Frieden, geht staunend und mit einem Lächeln vorbei und nimmt ihn im Herzen mit, den tapferen kleinen Engel, ganz allein am Seeufer zwischen Stadt und Land, zwischen einem alten und einem neuen Jahr, für Dich und mich und uns.

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Inselgärtenreihe Band 4

Für Freunde der Inseln, des Meeres und der Gärten. Vom Leben, der Liebe und der Stärke, mit beidem umzugehen.

Grashüpfer können überallhin springen, aber nicht über ihren eigenen Schatten – das können nur die Menschen

Als Maja das Haus ihrer Großeltern in Brandenburg erbt, entdeckt sie eine alte Truhe mit Erinnerungsstücken, die zur Insel Usedom führen. So folgt sie den Spuren, um mehr über die Vergangenheit zu erfahren. Und schon bald möchte Maja die Insel nicht mehr verlassen. Doch was soll mit dem Haus ihrer Großeltern geschehen? Als sie Nelly kennenlernt, die beruflich einen mutigen Schritt wagen möchte, könnte sich für beide Frauen ein neuer Weg eröffnen – auf dem das Glück und die Liebe eine Chance haben.

Der vierte Band der ›Inselgärten-Reihe‹ – über den Mut, immer wieder über seinen Schatten zu springen

Dieses Buch ist ein in sich geschlossener Roman, den man eigenständig lesen kann.

Hier bestellen: https://www.fischerverlage.de/buch/patricia-koelle-das-geheimnis-der-grashuepfer-9783596706242

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Glückstipp

Wenn Ihr meine Geschichten kennt, dann wißt Ihr, dass mich die Landschaften und ihre Lebewesen inspirieren, ihre Schönheit, ihr Zauber, und das, was sie uns geben. Trost, Hoffnung, Freude, Glück, Heilung. Ich versuche es mit Worten einzufangen, doch noch besser geht das mit Bildern. Deswegen möchte ich Euch eine Seite wärmstens empfehlen, auf der man in diese Landschaften – auch die aus meinen Geschichten, wie z.B. den Spreewald – und ihre Magie nicht nur sofort eintauchen und von dem Anblick glücklich werden kann. Man kann Bilder, die etwas in einem zum Klingen bringen und hell machen, auch in allen Größen und Formen für das Zuhause erwerben. Wenn es draußen grau ist wie heute, dann gehe ich da stöbern, und allein vom Anblick geht es mir schon besser. Also, viel Freude dabei!

Und hier geht es entlang (Klick aufs Bild):